Das neue Lesejahr beginnt in der katholischen Kirche jedes Jahr am 1. Advent.
Hier finden sich die Bilder  des aktuellen Lesejahrs B.
Die Bildmotive des Lesejahr A finden sich hier:
Lesejahr A Teil 1 und Lesejahr A Teil 2.
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Alle biblischen Texte sind dem Schott Messbuch entnommen.

Heilige Woche – Ostermontag – Evangelium
Brannte nicht unser Herz, als der Herr unterwegs mit uns redete
und uns den Sinn der Schriften eröffnete?
Lk 24, 13–27
Am ersten Tag der Woche waren zwei von den Jüngern Jesu auf dem Weg in ein Dorf namens Emmaus, das sechzig Stadien von Jerusalem entfernt ist. Sie sprachen miteinander über all das, was sich ereignet hatte.
Und es geschah: Während sie redeten und ihre Gedanken austauschten, kam Jesus selbst hinzu und ging mit ihnen. Doch ihre Augen waren gehalten, sodass sie ihn nicht erkannten.
Er fragte sie: Was sind das für Dinge, über die ihr auf eurem Weg miteinander redet?
Da blieben sie traurig stehen und der eine von ihnen – er hieß Kléopas – antwortete ihm: Bist du so fremd in Jerusalem, dass du als Einziger nicht weißt, was in diesen Tagen dort geschehen ist?
Er fragte sie: Was denn?
Sie antworteten ihm: Das mit Jesus aus Nazaret. Er war ein Prophet, mächtig in Tat und Wort vor Gott und dem ganzen Volk. Doch unsere Hohepriester und Führer haben ihn zum Tod verurteilen und ans Kreuz schlagen lassen. Wir aber hatten gehofft, dass er der sei, der Israel erlösen werde. Und dazu ist heute schon der dritte Tag, seitdem das alles geschehen ist. Doch auch einige Frauen aus unserem Kreis haben uns in große Aufregung versetzt. Sie waren in der Frühe beim Grab, fanden aber seinen Leichnam nicht. Als sie zurückkamen, erzählten sie, es seien ihnen Engel erschienen und hätten gesagt, er lebe. Einige von uns gingen dann zum Grab und fanden alles so, wie die Frauen gesagt hatten; ihn selbst aber sahen sie nicht.
Da sagte er zu ihnen: Ihr Unverständigen,
deren Herz zu träge ist, um alles zu glauben, was die Propheten gesagt haben. Musste nicht der Christus das erleiden und so in seine Herrlichkeit gelangen?
Und er legte ihnen dar, ausgehend von Mose und allen Propheten,was in der gesamten Schrift über ihn geschrieben steht.
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Heilige Woche – Palmsonntag – Evangelium
Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn
MT 21, 1-11
Als sich Jesus mit seinen Begleitern Jerusalem näherte und nach Betfage am Ölberg kam, schickte er zwei Jünger voraus und sagte zu ihnen: Geht in das Dorf, das vor euch liegt; dort werdet ihr eine Eselin angebunden finden und ein Fohlen bei ihr. Bindet sie los, und bringt sie zu mir! Und wenn euch jemand zur Rede stellt, dann sagt:
Der Herr braucht sie, er lässt sie aber bald zurückbringen.
Das ist geschehen, damit sich erfüllte, was durch den Propheten gesagt worden ist:
Sagt der Tochter Zion: Siehe, dein König kommt zu dir. Er ist friedfertig, und er reitet auf einer Eselin und auf einem Fohlen, dem Jungen eines Lasttiers.
Die Jünger gingen und taten, was Jesus ihnen aufgetragen hatte. Sie brachten die Eselin und das Fohlen, legten ihre Kleider auf sie, und er setzte sich darauf.
Viele Menschen breiteten ihre Kleider auf der Straße aus, andere schnitten Zweige von den Bäumen und streuten sie auf den Weg. Die Leute aber, die vor ihm hergingen und die ihm folgten, riefen: Hosanna dem Sohn Davids! Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn. Hosanna in der Höhe!
Als er in Jerusalem einzog, geriet die ganze Stadt in Aufregung, und man fragte:
Wer ist das? Die Leute sagten: Das ist der Prophet Jesus von Nazaret in Galiläa.
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Loslassen und wachsen lassen, damit reiche Frucht kommen kann.

Aus gegebenem Anlass wächst dieses Weizenpflänzchen in Regenbogenfarben.
Im Vertrauen, dass die Glaubenskongegration in Rom den Mut findet, Veränderungen zuzulassen. Und in Dankbarkeit für alle Seelsorger, die liebende Menschen begleiten, und weiter über deren Liebe den Segen sprechen.
5. Fastensonntag – Evangelium
Wenn das Weizenkorn in die Erde fällt und stirbt, bringt es reiche Frucht
Joh 12, 20 - 26

In jener Zeit gab es auch einige Griechen unter den Pilgern,
die beim Paschafest in Jerusalem Gott anbeten wollten.
Diese traten an Philíppus heran, der aus Betsáida in Galiläa stammte,
und baten ihn: Herr, wir möchten Jesus sehen.
Philíppus ging und sagte es Andreas;
Andreas und Philíppus gingen und sagten es Jesus.
Jesus aber antwortete ihnen: Die Stunde ist gekommen,
dass der Menschensohn verherrlicht wird.
Amen, amen, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt,
bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es reiche Frucht.
Wer sein Leben liebt, verliert es;
wer aber sein Leben in dieser Welt gering achtet,
wird es bewahren bis ins ewige Leben.
Wenn einer mir dienen will, folge er mir nach;
und wo ich bin, dort wird auch mein Diener sein.
Wenn einer mir dient, wird der Vater ihn ehren.

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Die biblischen Texte sind dem Schott Messbuch entnommen.
Im Juden- und Christentum gelten die zehan Worte (Dekalog) seit ca. 3000 Jahren als Inbegriff der Weisung für das Verhalten gegenüber Gott und den Mitmenschen. Heute bilden sie immer noch das Fundament für gutes gesellschaftliches Zusammenleben und finden sich (natürlich mit anderem Wortlaut) in unserem Grundgesetz wieder.
3. Fastensonntag – Lesung
Das Gesetz wurde durch Mose gegeben
Ex 20, 1 – 17

In jenen Tagen sprach Gott auf dem Berg Sínai alle diese Worte:
Ich bin der Herr, dein Gott, der dich aus dem Land Ägypten geführt hat,
aus dem Sklavenhaus.
Du sollst neben mir keine anderen Götter haben.
Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen;
denn der Herr lässt den nicht ungestraft, der seinen Namen missbraucht.
Gedenke des Sabbats: Halte ihn heilig!
Ehre deinen Vater und deine Mutter, damit du lange lebst
in dem Land, das der Herr, dein Gott, dir gibt!
Du sollst nicht töten.
Du sollst nicht die Ehe brechen.
Du sollst nicht stehlen.
Du sollst nicht falsch gegen deinen Nächsten aussagen.
Du sollst nicht das Haus deines Nächsten begehren.
Du sollst nicht die Frau deines Nächsten begehren,
nicht seinen Sklaven oder seine Sklavin,
sein Rind oder seinen Esel oder irgendetwas,
das deinem Nächsten gehört.
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Die biblischen Texte sind dem Schott Messbuch entnommen.
Verklärung von Jesus: Was auch immer dort auf dem Berg stattgefunden haben mag, was auch immer die Jünger erlebt haben. Es war ein lichtvoller Augenblick, in dem ihnen klar wurde, wer ihr Freund ist. „In diesem Jesus ist Gott uns tatsächlich nah. Unser Freund ist der Sohn Gottes."
2. Fastensonntag – Evangelium
Es erscholl eine Stimme aus der Wolke: Dieser ist mein geliebter Sohn
Mk 9, 2 – 10
In jener Zeit nahm Jesus Petrus, Jakobus und Johannes beiseite
und führte sie auf einen hohen Berg, aber nur sie allein.
Und er wurde vor ihnen verwandelt;
seine Kleider wurden strahlend weiß,
so weiß, wie sie auf Erden kein Bleicher machen kann.
Da erschien ihnen Elíja und mit ihm Mose und sie redeten mit Jesus.

Petrus sagte zu Jesus: Rabbi, es ist gut, dass wir hier sind. Wir wollen drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elíja. Er wusste nämlich nicht, was er sagen sollte; denn sie waren vor Furcht ganz benommen.
Da kam eine Wolke und überschattete sie
und es erscholl eine Stimme aus der Wolke:
Dieser ist mein geliebter Sohn; auf ihn sollt ihr hören.
Als sie dann um sich blickten,
sahen sie auf einmal niemanden mehr bei sich außer Jesus.
Während sie den Berg hinabstiegen, gebot er ihnen,
niemandem zu erzählen, was sie gesehen hatten,
bis der Menschensohn von den Toten auferstanden sei.
Dieses Wort beschäftigte sie und sie fragten einander, was das sei:
von den Toten auferstehen.

Alles sieht gleich aus. Jeden Tag.
Es beginnt mit dem Morgen und endet in der Nacht. Eine endlose Wiederholung.
Kein Ende in Sicht. Die Monotonie macht müde.

Nichts, was den Augen Halt, den Füßen ein Ziel, der Seele Hoffnung gibt.
Der Frust wächst.
Der Unglaube wächst.
Die Versuchungen, an Gott zu zweifeln, wächst.
Gedanken kreisen um sich selbst.
Verdrängtes taucht auf.
Wesentliches tritt in Erscheinung.
Es geht ums Überleben.

Wo findet sich Halt?
1. Fastensonntag – Evangelium
Er wurde vom Satan in Versuchung geführt und die Engel dienten ihm
Mk 1, 12-15

In jener Zeit trieb der Geist Jesus in die Wüste.
Jesus blieb vierzig Tage in der Wüste
und wurde vom Satan in Versuchung geführt.
Er lebte bei den wilden Tieren
und die Engel dienten ihm.

Nachdem Johannes ausgeliefert worden war,
ging Jesus nach Galiläa;
er verkündete das Evangelium Gottes und sprach:
Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe.
Kehrt um und glaubt an das Evangelium!
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Die biblischen Texte sind dem Schott Messbuch entnommen.
5. Sonntag im Jahreskreis – Evangelium
In aller Frühe, als es noch dunkel war,
stand er auf und ging an einen einsamen Ort, um zu beten
Mk 1, 29-39

In jener Zeit ging Jesus zusammen mit Jakobus und Johannes
in das Haus des Simon und Andreas.
Die Schwiegermutter des Simon lag mit Fieber im Bett.
Sie sprachen sogleich mit Jesus über sie und er ging zu ihr,
fasste sie an der Hand und richtete sie auf.
Da wich das Fieber von ihr und sie diente ihnen.
Am Abend, als die Sonne untergegangen war,
brachte man alle Kranken und Besessenen zu Jesus.
Die ganze Stadt war vor der Haustür versammelt
und er heilte viele, die an allen möglichen Krankheiten litten,
und trieb viele Dämonen aus.
Und er verbot den Dämonen zu sagen, dass sie wussten, wer er war.

In aller Frühe, als es noch dunkel war, stand er auf
und ging an einen einsamen Ort, um zu beten.
Simon und seine Begleiter eilten ihm nach, und als sie ihn fanden,
sagten sie zu ihm: Alle suchen dich.

Er antwortete: Lasst uns anderswohin gehen, in die benachbarten Dörfer,
damit ich auch dort verkünde; denn dazu bin ich gekommen.
Und er zog durch ganz Galiläa, verkündete in ihren Synagogen
und trieb die Dämonen aus.
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Tagtäglich lassen auch wir uns gefangen nehmen - von Ängsten, Meinungen, eigenen Ansprüchen.
Wir leben in unserer „Bubble“ und verlieren die Sicht auf die Welt um uns.
Jesu Botschaft kann unseren „Wir-Kreisen-um-uns-selbst-Geist“ auflösen und wieder den Blick auf den Nächsten öffnen. Wenn wir es zulassen.
4. Sonntag im Jahreskreis – Evangelium
Er lehrte sie wie einer, der göttliche Vollmacht hat
Mk 1, 21 - 28

In Kafárnaum ging Jesus am Sabbat in die Synagoge und lehrte.
Und die Menschen waren voll Staunen über seine Lehre;
denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, nicht wie die Schriftgelehrten.

In ihrer Synagoge war ein Mensch, der von einem unreinen Geist besessen war.
Der begann zu schreien: Was haben wir mit dir zu tun, Jesus von Nazaret?
Bist du gekommen, um uns ins Verderben zu stürzen?
Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes.
Da drohte ihm Jesus: Schweig und verlass ihn!
Der unreine Geist zerrte den Mann hin und her und verließ ihn mit lautem Geschrei.
Da erschraken alle und einer fragte den andern: Was ist das?
Eine neue Lehre mit Vollmacht: Sogar die unreinen Geister gehorchen seinem Befehl.
Und sein Ruf verbreitete sich rasch im ganzen Gebiet von Galiläa.
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Jesus ruft und sofort lassen Simon, Andreas, Jakobus und Johannes alles liegen und gehen mit.
Sie sagen „Ja, okay. Ich folge Dir.“
Wie ist das mit unserer Entschlossenheit als getaufte Christen?
3. Sonntag im Jahreskreis – Evangelium
Kehrt um, und glaubt an das Evangelium!
Mk 1, 14 - 20

Nachdem Johannes der Täufer ausgeliefert worden war, ging Jesus nach Galiläa;
er verkündete das Evangelium Gottes und sprach:
Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe.
Kehrt um und glaubt an das Evangelium!
Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er Simon und Andreas, den Bruder des Simon,
die auf dem See ihre Netze auswarfen; sie waren nämlich Fischer.
Da sagte er zu ihnen: Kommt her, mir nach!
Ich werde euch zu Menschenfischern machen.
Und sogleich ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm nach.
Als er ein Stück weiterging, sah er Jakobus, den Sohn des Zebedäus,
und seinen Bruder Johannes; sie waren im Boot und richteten ihre Netze her.
Sogleich rief er sie und sie ließen ihren Vater Zebedäus
mit seinen Tagelöhnern im Boot zurück und folgten Jesus nach.
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Sonntag nach dem 6. Januar – Evangelium
Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen gefunden
Mk 1, 7-11

In jener Zeit trat Johannes in der Wüste auf und verkündete:
Nach mir kommt einer, der ist stärker als ich;
ich bin es nicht wert, mich zu bücken und ihm die Riemen der Sandalen zu lösen.
Ich habe euch mit Wasser getauft, er aber wird euch mit dem Heiligen Geist taufen.

In jenen Tagen kam Jesus aus Nazaret in Galiläa
und ließ sich von Johannes im Jordan taufen.
Und sogleich, als er aus dem Wasser stieg, sah er, dass der Himmel aufriss
und der Geist wie eine Taube auf ihn herabkam.
Und eine Stimme aus dem Himmel sprach:
Du bist mein geliebter Sohn,
an dir habe ich Wohlgefallen gefunden.
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2. Sonntag nach Weihnachten – Lesung
Das wahre Licht, das jeden Mensch erleuchtet, kam in die Welt.
Joh 1, 1-18

Im Anfang war das Wort
und das Wort war bei Gott
und das Wort war Gott.
Dieses war im Anfang bei Gott.
Alles ist durch das Wort geworden
und ohne es wurde nichts, was geworden ist.

In ihm war Leben und das Leben war das Licht der Menschen.
Und das Licht leuchtet in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht erfasst.
Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt.
Er war in der Welt und die Welt ist durch ihn geworden, aber die Welt erkannte ihn nicht.
Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf.
Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden,
allen, die an seinen Namen glauben, die nicht aus dem Blut,
nicht aus dem Willen des Fleisches, nicht aus dem Willen des Mannes,
sondern aus Gott geboren sind.
Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt
und wir haben seine Herrlichkeit geschaut,
die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater,
voll Gnade und Wahrheit.
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Vor 200 Generationen, unter dem gleichen Sternehimmel, den wir heute noch sehen,
richtet Gott sein Wort an uns Menschen. Abraham hört diese Verheißung.
Er steht allein in der Wüste mit seinen Ängsten und Fragen und mit seinen Zweifeln an Gott.
Er vertraut, dass Gottes Wort gilt, dass für Gott nichts unmöglich ist.

Abraham glaubt.
Und Gott segnet ihn.
Und damit uns.
1. Sonntag in der Weihnachtsoktav – Lesung
Sieh doch zum Himmel hinauf, und zähl die Sterne
Gen 15, 1-6; 21, 1-3

In jenen Tagen erging das Wort des Herrn in einer Vision an Abram:
Fürchte dich nicht, Abram, ich bin dein Schild; dein Lohn wird sehr groß sein.
Abram antwortete: Herr, mein Herr, was willst du mir schon geben?
Ich gehe doch kinderlos dahin, und Erbe meines Hauses ist Elieser aus Damaskus.
Und Abram sagte: Du hast mir ja keine Nachkommen gegeben; also wird mich mein Haussklave beerben.
Da erging das Wort des Herrn an ihn: Nicht er wird dich beerben,
sondern dein leiblicher Sohn wird dein Erbe sein.
Er führte ihn hinaus und sprach: Sieh doch zum Himmel hinauf, und zähl die Sterne,
wenn du sie zählen kannst. Und er sprach zu ihm: So zahlreich werden deine Nachkommen sein.
Abram glaubte dem Herrn, und der Herr rechnete es ihm als Gerechtigkeit an.
Der Herr nahm sich Saras an, wie er gesagt hatte, und er tat Sara so, wie er versprochen hatte.
Sara wurde schwanger und gebar dem Abraham noch in seinem Alter einen Sohn zu der Zeit, die Gott angegeben hatte.Abraham nannte den Sohn, den ihm Sara gebar, Isaak.

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4. Adventssonntag – Evangelium
Mir geschehe, wie du es gesagt hast.
Jes 61, 1-2a.10-11


Im sechsten Monat wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt in Galiläa namens Nazaret
zu einer Jungfrau gesandt. Sie war mit einem Mann namens Josef verlobt, der aus dem Haus David stammte. Der Name der Jungfrau war Maria.
Der Engel trat bei ihr ein und sagte: Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir.
Sie erschrak über die Anrede und überlegte, was dieser Gruß zu bedeuten habe.
Da sagte der Engel zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden.
Du wirst ein Kind empfangen, einen Sohn wirst du gebären: dem sollst du den Namen Jesus geben.
Er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden.
Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben.
Er wird über das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen, und seine Herrschaft wird kein Ende haben.
Maria sagte zu dem Engel: Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne?
Der Engel antwortete ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden.
Auch Elisabet, deine Verwandte, hat noch in ihrem Alter einen Sohn empfangen; obwohl sie als unfruchtbar galt, ist sie jetzt schon im sechsten Monat.
Denn für Gott ist nichts unmöglich.
Da sagte Maria: Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast.
Danach verließ sie der Engel.
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Herr, lass mich diesen Tag betrachten
mit Gedanken des Lichts
und nicht Gedanken der Dunkelheit.
Zieh mich mit
mit deiner mitreißenden Art,
deiner Freude, Energie und Schöpferkraft.
Amen.

Text: ©Susanna Gärtner
3. Adventssonntag – Lesung
Von Herzen will ich mich freuen über den Herrn
Jes 61, 1-2a.10-11


Der Geist Gottes, des Herrn, ruht auf mir; denn der Herr hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine frohe Botschaft bringe und alle heile, deren Herz zerbrochen ist, damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde und den Gefesselten die Befreiung, damit ich ein Gnadenjahr des Herrn ausrufe.
Von Herzen will ich mich freuen über den Herrn. Meine Seele soll jubeln über meinen Gott.
Denn er kleidet mich in Gewänder des Heils, er hüllt mich in den Mantel der Gerechtigkeit, wie ein Bräutigam sich festlich schmückt und wie eine Braut ihr Geschmeide anlegt.

Denn wie die Erde die Saat wachsen lässt und der Garten die Pflanzen hervorbringt,
so bringt Gott, der Herr, Gerechtigkeit hervor und Ruhm vor allen Völkern.

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„Wir erwarten(…) einen neuen Himmel und eine neue Erde, in denen die Gerechtigkeit wohnt.“
Das klingt fantastisch. Alles wird neu, gut und gerecht werden. Irgendwann.
Und was ist im hier und jetzt? Welche Möglichkeiten nutzen wir, um diese Erde neu zu gestalten ?
Erhellen wir durch unser Handeln die Welt? Trauen wir uns göttliches Licht in unser Leben zu lassen?
Reißen wir Fassaden ein?
2. Adventssonntag – Lesung
Wir erwarten einen neuen Himmel und eine neue Erde
2 Petr 3, 8-14


Das eine, liebe Brüder, dürft ihr nicht übersehen: dass beim Herrn ein Tag wie tausend Jahre und tausend Jahre wie ein Tag sind.
Der Herr zögert nicht mit der Erfüllung der Verheißung, wie einige meinen, die von Verzögerung reden; er ist nur geduldig mit euch, weil er nicht will, dass jemand zugrunde geht, sondern dass alle sich bekehren.
Der Tag des Herrn wird aber kommen wie ein Dieb. Dann wird der Himmel prasselnd vergehen, die Elemente werden verbrannt und aufgelöst, die Erde und alles, was auf ihr ist, werden nicht mehr gefunden.
Wenn sich das alles in dieser Weise auflöst: wie heilig und fromm müsst ihr dann leben,
den Tag Gottes erwarten und seine Ankunft beschleunigen! An jenem Tag wird sich der Himmel im Feuer auflösen, und die Elemente werden im Brand zerschmelzen.

Dann erwarten wir, seiner Verheißung gemäß, einen neuen Himmel und eine neue Erde, in denen die Gerechtigkeit wohnt. Weil ihr das erwartet, liebe Brüder, bemüht euch darum, von ihm ohne Makel und Fehler und in Frieden angetroffen zu werden.
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Was würden wir  tun, wenn auf einmal der Himmel über uns aufreißen würde? Wenn ein Riss unser Leben, unsere Vorstellungen einfach einreißt? Wenn damit alle Zweifel über die Existenz Gottes beendet wären? Wären wir dafür bereit?
1. Adventssonntag - Lesung
Reiß doch den Himmel auf, und komm herab!
Jes 63, 16b-17. 19b; 64, 3-7
Du, Herr, bist unser Vater, „Unser Erlöser von jeher“ wirst du genannt.
Warum lässt du uns, Herr, von deinen Wegen abirren und machst unser Herz hart, so dass wir dich nicht mehr fürchten? Kehre zurück um deiner Knechte willen, um der Stämme willen, die dein Eigentum sind.
Reiß doch den Himmel auf, und komm herab, so dass die Berge zittern vor dir.
Seit Menschengedenken hat man noch nie vernommen, kein Ohr hat gehört, kein Auge gesehen, dass es einen Gott gibt außer dir, der denen Gutes tut, die auf ihn hoffen.
Ach, kämst du doch denen entgegen, die tun, was recht ist, und nachdenken über deine Wege. Ja, du warst zornig; denn wir haben gegen dich gesündigt, von Urzeit an sind wir treulos geworden.
Wie unreine Menschen sind wir alle geworden, unsere ganze Gerechtigkeit ist wie ein schmutziges Kleid. Wie Laub sind wir alle verwelkt, unsere Schuld trägt uns fort wie der Wind.
Niemand ruft deinen Namen an, keiner rafft sich dazu auf, festzuhalten an dir. Denn du hast dein Angesicht vor uns verborgen und hast uns der Gewalt unserer Schuld überlassen. Und doch bist du, Herr, unser Vater. Wir sind der Ton, und du bist unser Töpfer, wir alle sind das Werk deiner Hände.
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